Ishai Menuchin


Ishai, 1958 in Rechovot geboren, hat in der IDF als Fallschirmjäger gedient – sogar als Captain. Während des ersten Libanonkrieges weigerte er sich, sich als Reservesoldat zu melden, weil er den Krieg als undemokratisches Mittel bezeichnete. Dafür saß er 35 Tage lang im Gefängnis. Seitdem Ishai im Bereich der öffentlichen Bildung tätig ist, ist  sein Engagement für Demokratie und gegen die israelische Präsenz in den Gebieten gestiegen (Letztere ist für ihn Besatzung und Unterdrückung der palästinensischen Gesellschaft).

Ishai organisiert außerdem Demonstrationen vor Gefängnissen, in denen Verweigerer sitzen; er unterstützt sie nicht nur finanziell, sondern hilft auch dabei, internationale Unterstützung zu bekommen.

Zwischen 1981 und 2007 war Ishai Sprecher von “Yeshvul Movement”, einer Bewegung gegen die Besatzung und für die Verweigerung. In den Jahren 1994 bis 1998 koordinierte er die Zusammenarbeit der “Coalition for Freedom of Information”. In dieser Zeit haben duzende zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen gekämpft, um ein Gesetz zugunsten der Informationsfreiheit auf den Weg zu bringen. Durch ihre Arbeit wurde 1998 ein Gesetz initiiert, das die Information der Öffentlichkeit als öffentliches Gut umdefinierte. Dies hat die Beziehung zwischen Autoritäten und Bürgern erheblich verändert. Seit dem Beginn der Al-Aqsa Intifada hat sich Ishai gegen die Menschenrechtsverletzungen in den Gebieten ausgesprochen.

Er hat Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität in Jerusalem gelehrt und  unterrichtet heute am Institut für Sozialarbeit an der Ben Gurion Universität. Er ist außerdem der Chefredakteur der “November Books publishing company” und wurde 2003 mit dem Oscar Romero Award für “Engagement für Wahrheit und Gerechtigkeit” ausgezeichnet. Ishai moderiert derzeit die Sendung “Music, Politics, and In-Between”.

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