Die Jerusalemer Altstadt ist nicht einmal ein Quadratkilometer groß. Und doch stehen hier nicht nur viele, sondern mitunter die heiligsten Bauten der drei großen Weltreligionen: die Grabeskirche, die Al-Aksa-Moschee und die Klagemauer. Die heilige Stadt ist ein Magnet für Touristen und Pilger.
Doch auch wenn es so scheint, als ob hier alles auf den Tourismus ausgerichtet ist, weil sich in den engen Gassen Souvenirshop an Souvenirshop reiht, so ist die Altstadt gleichzeitig doch auch Heimat für fast 37 000 Menschen. Juden, Christen, Armenier, Muslime – sie alle wohnen hier auf engstem Raum. Was das bedeutet, das verrät Lissy Kaufmann in dieser Sendung von Sakranut.
100 Mann gegen Umweltsünder
Wie hält man eine Stadt mit hunderten Stufen, engen Gassen und tausenden Müllsündern sauber? Eine Stadt, in der sich am Abend vor den Läden und Hauseingängen Müllsäcke und Kartons stapeln? Mit einem knapp 100 Mann starken Team. Dieses zuckelt mit kleinen Traktoren durch die Sträßchen und schafft täglich 30 Tonnen Müll vor die Stadttore. Lissy Kaufmann war einen Abend lang mit den Männern der Müllabfuhr unterwegs.
Wenn’s Zoff gibt, geht‘s zum Clanführer
Wie lässt sich eine Stadt verwalten, in der Menschen verschiedenster Religionen, Traditionen und Kulturen leben? Nicht immer mit öffentlichen Institutionen – das gilt zumindest für die arabische Bevölkerung. Die löst Streit und Konflikte lieber untereinander, innerhalb und zwischen den verschiedenen Clans. Aber dann ist da ja noch das Problem der Siedlungen in der Altstadt: Denn auch hier gibt es Grenzen und auch hier werden sie von jüdischen Siedlern überschritten. Über die traditionellen Strukturen, die Sicherheit und die Siedler der Altstadt hat Lissy Kaufmann mit dem Städteplaner Rassem Khamaisi gesprochen.
Übersetzung: Elizabeth Pinto, freie Übersetzerin Arabisch – Englisch. Alumna University of Notre Dame, Indiana (USA) in den Fächern Politikwissenschaft und Arabisch.








